Auch im letzten Quartal gab es im Ortschaftsrat (OR) vieles zu beraten, hier nun unser Bericht zu den Themen Straßenbau, Schloss Augustenburg, Kita und Schule, Klimaschutz und Sanierung Ortsmitte.
Straßenbau:
Über die Baustellen B10 und B293 in Berghausen und das Umleitungskonzept hat der OR vom Regierungspräsidium Infos erhalten. Da noch weitere Straßenbaumaßnahmen zwischen Durlach und Thomashof stattfinden, war die Frage inwieweit Grötzingen von mehr oder weniger Verkehr betroffen sein wird. Die kommenden Monate werden es zeigen. Ein weiteres Projekt des RP steht an, das „Planfeststellungsverfahren B 293 Ortsumfahrung Berghausen“. Die Pläne dazu sind vom 16.7.-18.8 unter www.rp-karlsruhe einzusehen.


Schloss Augustenburg:
Der bauliche Zustand ist für manchen Bürger besorgniserregend, Denkmalamt und Bauherr sehen aber keinen Handlungsbedarf. Die landeseigene Stützmauer zum LTZ hin wird derzeit bereits saniert, am Schloss werden unter höchster Vorsicht weitere Bauteile entfernt. Insgesamt musste aufgrund der gesamten Geländesituation die Bauplanung angepasst werden, so dass leider die geplante Tagespflege entfallen wird, was die CDU-Fraktion sehr bedauert. Über die Maßnahmen und Fortschritte soll zukünftig regelmäßig im Ortschaftsrat berichtet werden.
Kita und Schule:
Für eine Kita am Ringelberghohl liegt ein haushaltsreifer Entwurf vor, so dass die Mittel im nächsten DHH eingestellt werden könnten. Darüber hinaus hat die Baugemeinschaft Ettlingen den Bau einer Kita kombiniert mit Wohnungen in der Eugen-Kleiber-Str. beantragt, was auch unsere Fraktion bei der Anhörung des OR befürwortet hat.
Die Schule hat eine Umfrage zur Ganztags-Grundschule durchgeführt. Hier zeigt sich die Elternschaft gespalten. Der Wunsch nach Aufrechterhaltung des Horts ist sehr stark, was auch von der CDU immer unterstützt wurde. Eine Doppelstruktur einzurichten, dürfte aufgrund der fehlenden Räume für einen mindestens 5-gruppigen Hort sehr schwierig werden. Gleichzeitig besteht bei Aufrechterhaltung des Horts aber auch die Gefahr, dass die Ganztagsgrundschule wegen zu wenigen Schülern nicht zu Stande kommt. Dann würde sicher eine Reihe von Kindern nicht berücksichtigt. Das erfordert nun viel Kreativität, um für den gesamten Bedarf möglichst flexible Lösungen zu finden, die auch pädagogische Arbeit möglich machen. Und nicht zuletzt muss eine Lösung auch noch genehmigungs- und im Gemeinderat politisch mehrheitsfähig sein.
Klimaschutz:
Nicht wie von manchem erhofft, entwickelt sich das Thema Terra Preta bzw. die Produktion von Pflanzkohle, siehe auch April-Bericht der Fraktion. Es hat sich als sehr komplexes Thema herausgestellt und ein Grötzinger Projekt würde die Ressourcen der Ortsverwaltung bei weitem übersteigen, sowohl finanziell als auch fachlich und personell. Ein über den Hobbycharakter hinausgehendes Projekt ist ohne die Beteiligung der Stadt nicht zu bewerkstelligen. Anbetracht der Haushaltslage und einem von der Stadt geplanten "Großprojekt" stellen wir ein weiteres Pilotprojekt in Grötzingen allerdings in Frage.
Als ausgewiesenes Energiequartier haben wir in Grötzingen schon seit Monaten Gelegenheit uns für den Klimaschutz zu engagieren. Ein Online-Worldcafé, Webinare und persönliche Beratungen der KEK (Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur) haben das auch in Coronazeiten ermöglicht. Auch der OR hat sich im AK Klimaschutz überlegt, welche Maßnahmen seitens der Verwaltung fortgesetzt werden können. Ins Streuobstwiesenkonzept der Stadt passt auch unser Antrag für eine Wettbewerb "Gepflegte Streuobstwiesen", den das Liegenschaftsamt unterstützen wird. Auch unser Antrag für eine E-Ladestation erlebte ein Revival, allerdings passt das nicht nach wie vor nicht ins Konzept der Stadtwerke. Ortsverwaltung und Ortschaftsrat suchen nun nach anderen Anbietern. Zu einer Online-Veranstaltung "Klimakommune Saerbeck" hat uns der Naturtreff eingeladen. Dieses preisgekrönte Modell soll auch Anregungen für Grötzingen liefern. Im öffentlichen Ausschuss am 26.7. wurde uns vom Naturtreff dann das Konzept "Sonnendorf Grötzingen" vorgestellt. OR und KEK können sich freuen, wenn dadurch Synergieeffekte entstehen und noch mehr Grötzingerinnen und Grötzinger motiviert werden, zum Klimaschutz beizutragen.
Sanierung Ortsmitte:
Zur Verkehrsplanung in der Ortsmitte, der Grünfläche Niddaplatz und einer Bebauung des Parkplatzes am Niddaplatz wurden wir im April angehört. Verkehrsberuhigende Maßnahmen sollen auch baulich dargestellt werden, die Umsetzung wird sich aber über Jahre hinziehen. Die Grünfläche Niddaplatz bleibt weiter in städtischer Hand. Die Bebauung des Parkplatzes soll im Konzeptvergabeverfahren erfolgen, dem haben wir so zugestimmt. Eine vielfältige Nutzung der zukünftigen Gebäude können wir uns vorstellen. Am 23.7. hatte dann auch die Bevölkerung Gelegenheit, mit den beteiligten Fachämtern und Planern an einem Stadtteilspaziergang teilzunehmen und gehört zu werden.