Pressemitteilung der CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe

„Grundschulen und Kindertagesstätten müssen langsam wieder geöffnet werden. Die CDU-Fraktion kann sich vorstellen, dass eine Art Schichtbetrieb, wie er in Rheinland-Pfalz eingeführt ist, auf Baden-Württemberg übertragbar ist“, positioniert sich Detlef Hofmann, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, zur Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen.

Die CDU-Fraktion erwartet vom Oberbürgermeister, sich nach seiner Pressemitteilung vom 03. Mai 2020 aktiv bei der Landesregierung für eine entsprechende Lösung einzusetzen und notfalls Vorschläge zu unterbreiten. In diesem Statement mahnte das Karlsruher Stadtoberhaupt, endlich die Realitäten anzuerkennen, wonach ihm keine Infektionsketten in Kitas und Grundschulen bekannt seien. Gerade für jüngere Kinder sei mittlerweile jeder Monat ohne Kita ein unverantwortliches Verwehren von Bildungs- und Entwicklungschancen.
Hofmann ergänzt. „Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus waren erfolgreich und richtig. Sie müssen auch in Zukunft fortgesetzt werden, aber entsprechend modifiziert. Eltern und Kinder benötigen jetzt dringend Perspektiven und Verlässlichkeit, wie Kinder- und Schulbetreuung in Grundschulen und Kindertagestätten in Zeiten von Corona aussehen soll. Lippenbekenntnisse oder ein Vertrösten auf nächste Woche genügen nicht.“
Bettina Meier-Augenstein, familien- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, ergänzt: „Das Ziel muss sein, dass alle Kinder wieder in den Schulen und Kindertagesstätten betreut werden. Dies kann unter Einhaltung der nötigen Abstands- und Hygieneregeln vielleicht nur im reduzierten Umfang geschehen. Die Karlsruherinnen und Karlsruher haben sich in dieser Ausnahmesituation geduldig und verständnisvoll gezeigt. So ist Karlsruhe auch sehr gut durch die bisherige Krise gekommen. Aber die derzeitigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens lassen sich nicht unbegrenzt fortsetzen. Kinder benötigen den Kontakt zu Gleichaltrigen und die Unterstützung durch Lehrer. Mit einer Perspektive, wie es künftig trotz des Corona-Virus weitergeht, helfen wir Eltern und Kindern.“